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Nach Korsika ist sie die größte und südlichste Insel Frankreichs! Sie erstreckt sich auf 30 km Länge und 6 km Breite. Ihre 70 km lange Küste öffnet sich im Südwesten zum Atlantik und im Nordosten zum Pertuis d’Antioche.
Von Saint-Trojan bis zur Spitze von La Perrotine ist hier die Austernzucht beheimatet und das mitten in einer schlickartigen Meereslandschaft, die früher ein bedeutender Salzgarten war. An die westliche wilde Sandküste brandet der Ozean.
Ab Vert-Bois bildet die Küste einen feinen Sandstrand, mit Dünen, die von Strandkiefern, Steineichen und Gräsern gehalten werden und bis zu 30 m Höhe erreichen. Weinberge um Saint-Pierre herum liefern einen kleinen Landwein weiß und rosé, aber auch Pineau und Cognac.
Diese Insel gibt ihre Schätze voller Stolz frei: schöne und lange goldene Strände, endlose Pinienwälder und Dünen. Hier mischt sich der Duft der Strohblumen mit dem der wilden Maulbeerbäume. Das Licht hier ist besonders intensiv und das Klima außerordentlich mild. Man könnte vermuten, am Mittelmeer zu sein mit seinem jadefarbenen Wasser, Palmen und Mimosen, während der Seegang um Antioche eher daran erinnert, dass die Bretagne nicht so weit entfernt ist.
Die Spaziergänger in den Gässchen der Fischerdörfer sind von den Stockrosen begeistert, die bis zu den Dächern der kalkweißen Häuser hoch wachsen.
Das Labyrinth des naturgeschützten Marais ist für Radfahrer ein echtes Vergnügen, während die sandfeinen und steinigen Küstenstreifen bei Ebbe für Liebhaber von Venusmuscheln, Herzmuscheln und anderen Arten... ein gefundenes Fressen sind. Kinder spielen im ruhigen Wasser der Buchten und Liebhaber von Gleitsport messen sich mit den Wellen des Atlantiks.
Die Geologie hat durch ihre speziellen Bodeneigenschaften und natürlichen Gegebenheiten die Geschichte der Insel wesentlich geprägt: Terroirs für den Weinanbau, üppige Feuchtgebiete und reiche, fruchtbare geschützte Meeresbecken, die Salz, Austern und Miesmuscheln liefern. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Insellage für die Menschen hier eher zu einer Stärke als zu einer Schwäche.
Neben einigen bemerkenswerten sakralen Bauwerken und Windmühlen sind bedeutende historische Bauten eng mit dem Meer verbunden: die Zitadelle des Schlosses von Oléron, Fort Boyard, der Leuchtturm von Chassiron aber auch die Schleusen und alte kleine Austernhütten von Fort Royer...
Egal, wie anstrengend die Arbeit der Austernzüchter ist – für den Urlauber ist diese authentische Insel die pure Entspannung und ein Eldorado des Wassersports und der Wellness.
>Die Zitadelle des Château d’Oléron
Diese bemerkenswerte Festungsanlage diente früher zum Schutz der Mündung der Charente und des Hafens von Rochefort. Die Zitadelle wurde unter der Regentschaft von Ludwig XIII. und auf Initiative von Richelieu in verschiedenen Phasen ab 1630 gebaut und dann 120 Jahre später von Vauban vollendet. Das Endbauwerk vereint Schönheit, Ausgeglichenheit, Wagemut und Stärke. Heute werden hier zahlreiche Ausstellungen veranstaltet.
>„Musée de l'île d'Oléron“ in Saint-Pierre d'Oléron
Das Museum für traditionelle Kunst und Brauchtum präsentiert das Interieur eines Wohnhauses des 19. Jh., die Berufe von früher und die lokale Geschichte – eine exzellente Einleitung zur Erkundung der Insel.
>„Maison Paysanne de la Coiffe et du Costume“ in Grand-Village-Plage
Präsentation der Trachtenhauben, der sogenannten „Quich'nottes“ und der traditionellen Kleidungs- und Wohngegenständen auf der Insel.
Das Marais-Gebiet ist besonders reich an Fauna und Flora: ob zu Fuß, hoch zu Ross oder per Rad – die Insel zählt 80 km Radwege – es lohnt sich dieses Stück Natur zu erkunden!
Neben den Festungsanlagen wie der Zitadelle Château d’Oléron und Fort Boyard – das übrigens die Bühne der berühmten Fernseh-Serie im Sommer ist! – beinhaltet das historische Erbe von Oléron auch zahlreiche romanische Kirchen, außerdem landestypische Dörfer und Häfen.
Zwischen Saint-Trojan und Chassiron besteht Oléron aus unendlichen weiten Stränden mit Pinienwäldern, Steineichen und Gräsern. Die Moorgebiete, der Wind und das aufgewühlte Meer sind ein abwechslungsreicher Spielplatz für die Jungen aber auch für die Älteren. Hier kann jeder ohne Bedenken windsurfen, surfen oder Strandsegeln. Auf der Seite zum Festland ist der Ozean allerdings etwas ruhiger.
Umgeben von einer reichhaltigen und geschützten Natur mit wunderschönen Feinsandstränden, ideal für Kinder, für Sportler und überhaupt für Wassersport, bietet dieses Gebiet ein bemerkenswertes Kulturerbe, einzigartige kulinarische Produkte und ein begünstigtes Klima. Man fühlt sich rundherum wohl auf Insel Oléron mit ihren zauberhaften sonnigen Facetten.